Northern Circuit Route – Kilimandscharo-Besteigung in 9 Tagen
Vom Regenwald über das Shira-Plateau, weit um die ruhige Nordseite und über School Hut zum Uhuru Peak: die längste Route für alle, die den Kilimandscharo nicht möglichst schnell, sondern möglichst vollständig erleben möchten.
Unsere Empfehlung
Northern Circuit mit 9 Tagen
Preis auf Anfrage garantierter Gruppentermin · Festpreis ab 1 Person
Der Northern Circuit umrundet den Kilimandscharo über seine ruhigere Nordseite und bietet besonders viel Zeit zur Akklimatisierung. Die neun Tage am Berg und wenig begangene Etappen machen diese Route zu unserer komfortabelsten Empfehlung für eine gründlich vorbereitete Besteigung.
- 9 Tage am Berg
- Campingtoilette immer inklusive
- Privater Wunschtermin allein: Preis auf Anfrage
Persönliche Beratung
Von der ersten Frage bis zur Vorbereitung hast du einen persönlichen Ansprechpartner und keine wechselnde Hotline.
Deutscher Reiseveranstalter
Deine Reise wird als Pauschalreise mit Sicherungsschein und klar aufgeführten Leistungen organisiert.
Sicherheit am Berg
Erfahrene Guides, regelmäßige Höhenchecks, Notfallsauerstoff und Rettungsausrüstung gehören zum Ablauf.
Team vor Ort
Unser Team vor Ort koordiniert Transfers, Ausrüstung und alle Abläufe rund um deine Besteigung.
Über die ruhige Nordseite rund um den Kibo
Die ersten Tage des Northern Circuit beginnen vertraut. Vom Londorossi Gate führt der Weg durch den Bergregenwald zum Mti Mkubwa Camp und anschließend hinauf auf das Shira-Plateau. Bis hierhin teilst du die Landschaft mit der Lemosho Route.
Der eigentliche Northern Circuit beginnt dort, wo andere Gruppen nach Süden in Richtung Barranco weiterziehen. Nach dem Lava Tower führt dein Weg zur abgelegenen Moir Hut und anschließend auf die nördliche Seite des Kibo.
Von nun an verändert sich der Rhythmus. Die Camps liegen weiter auseinander, die Landschaft wird offener und Begegnungen mit anderen Gruppen werden seltener. Über Buffalo Camp und Third Cave umrundest du einen großen Teil des Berges, bevor du von Osten zur School Hut aufsteigst.
Die zusätzlichen Tage dienen nicht nur dazu, mehr Kilometer zurückzulegen. Das Höhenprofil steigt und fällt mehrfach. Nach dem Lava Tower schläfst du tiefer, und auch auf der Nordseite führt die Route von Moir über Buffalo bis Third Cave wieder leicht bergab. Erst danach folgt der deutliche Anstieg zur letzten Gipfelstation.
Northern Circuit passt deshalb zu Menschen, die den Kilimandscharo als mehrtägige Bergreise erleben möchten. Die Route kostet mehr Zeit, mehr Ausdauer und durch die zusätzlichen Parktage auch mehr Geld. Dafür erhältst du Raum zur Höhenanpassung und eine Seite des Berges, die viele Kilimandscharo-Reisende nie sehen.
Preis für den Northern Circuit
9 Tage am Berg
Northern Circuit, 9 Tage
Preis auf Anfrage pro Person garantierter Gruppentermin · Festpreis ab 1 Person
Die Route führt über das Shira-Plateau, den Lava Tower und weit um die abgelegene Nordseite des Kibo bis zur School Hut.
Privater Wunschtermin
- 1 Person
- Preis auf Anfrage p. P.
- 2 Personen
- Preis auf Anfrage p. P.
- 3–4 Personen
- Preis auf Anfrage p. P.
- ab 5 Personen
- Preis auf Anfrage p. P.
- Neun Tage am Berg
- Viel Zeit für den Höhenaufbau
- Durchführung jedes veröffentlichten Gruppentermins garantiert
- Bewusst kleine Gruppe mit maximal 6 Reisenden
Garantierter Gruppentermin: Der veröffentlichte Festpreis gilt ab der ersten Buchung und bleibt gleich, auch wenn sich niemand Weiteres anmeldet. Wenn kein Termin passt, prüfen wir einen anderen Zeitraum oder ein privates Angebot.
Private Campingtoilette inklusive: Sie ist unabhängig von der Teilnehmerzahl im Reisepreis enthalten. Eine private Campingtoilette wird für jeweils bis zu 3 Reisende gestellt. Ab 4 Teilnehmenden kommt automatisch eine weitere hinzu.
Die Northern Circuit Route auf einen Blick
| Merkmal | Northern Circuit Route |
|---|---|
| Dauer am Berg | 9 Tage |
| Unsere Empfehlung | Vollständiger 9-Tage-Verlauf ohne zusammengelegte Akklimatisierungsetappen |
| Startseite des Berges | Westliche Seite über den Lemosho-Zugang |
| Startpunkt | Londorossi Gate auf etwa 2.250 Metern |
| Abstiegsroute | Über Barafu, Mweka Camp und das Mweka Gate |
| Übernachtung | In Zeltcamps |
| Höchster Punkt | Uhuru Peak auf 5.895 Metern |
| Ungefähre Routenlänge | Etwa 90 bis 100 Kilometer |
| Landschaft | Bergregenwald, Shira-Plateau, Lava Tower, Nordflanke, alpine Wüste und Gipfelregion |
| Charakter der Route | Langer, ruhiger und landschaftlich weitläufiger Aufstieg |
| Akklimatisierung | Sehr guter Höhenaufbau durch neun Tage sowie wiederholte An- und Abstiege |
| Besondere Camps | Moir Hut, Buffalo Camp, Third Cave und School Hut |
| Gipfelroute | Von der School Hut über Gilman’s Point zum Uhuru Peak |
| Frequentierung | Anfangs gemeinsam mit Lemosho, auf der Nordseite meist deutlich ruhiger |
| Durchführung | Als private Besteigung oder in einer bewusst kleinen Gruppe |
| Gesamte Reisedauer | Etwa 11 Tage inklusive Ankunft und Abreise |
Der Northern Circuit ist nicht an jedem Tag steiler oder schwieriger als andere Routen. Seine Herausforderung liegt in der Länge. Neun Tage am Berg bedeuten neun Tage Wetter, Kälte, Camping und Bewegung in zunehmender Höhe. Genau diese Zeit ist gleichzeitig sein größter Vorteil.
Ist der Northern Circuit die richtige Route für dich?
Der Northern Circuit wird häufig allein mit seiner guten Akklimatisierung beworben. Das greift zu kurz. Die Route bietet mehr Zeit, verlangt dafür aber auch Geduld, Ausdauer und die Bereitschaft, acht Nächte beziehungsweise Tage im Bergablauf zu verbringen.
Sie ist nicht nur eine sicherheitsorientierte Route. Sie ist eine bewusste Entscheidung für ein längeres Trekking.
Der Northern Circuit passt gut zu dir, wenn …
- du möglichst viel Zeit zur Höhenanpassung einplanen möchtest
- du neun Tage am Berg verbringen kannst
- du lange Trekkingreisen und mehrere Nächte im Zelt magst
- du auf der Nordseite möglichst wenig Betrieb suchst
- du unterschiedliche Perspektiven auf Kibo und Mawenzi erleben möchtest
- du die Barranco Wall vermeiden möchtest
- du einen gleichmäßigeren statt besonders steilen Aufstieg bevorzugst
- dir Ruhe und Route wichtiger sind als ein möglichst günstiger Preis
- du eine private Besteigung oder kleine Gruppe suchst
Eine andere Route könnte besser passen, wenn …
- du nur sechs bis acht Tage am Berg einplanen kannst
- dir acht Tage Camping zu lang sind
- du eine möglichst kurze und preisgünstige Besteigung suchst
- dir feste Hütten wichtiger sind als landschaftliche Weite
- du bewusst über die Barranco Wall steigen möchtest
- du kürzere Tagesdistanzen erwartest
- du bereits gut akklimatisiert bist und keine lange Route benötigst
- du eine lebhaftere Route mit mehr Begegnungen bevorzugst
Die Lemosho Route bietet einen ähnlich landschaftlich starken Beginn, führt aber nach dem Lava Tower über die Südseite. Rongai ist kürzer und ebenfalls vergleichsweise ruhig. Marangu eignet sich für Reisende, die lieber in Hütten als in Zelten übernachten.
Warum wir den Northern Circuit in 9 Tagen durchführen
Kürzere Northern-Circuit-Programme sind grundsätzlich möglich. Dafür müssen jedoch Etappen zusammengelegt oder Teile des langsamen Aufbaus über das Shira-Plateau verkürzt werden.
Genau das widerspricht dem wichtigsten Grund, diese Route zu wählen. Wer den Northern Circuit bucht, entscheidet sich nicht für die längste Route, um anschließend ausgerechnet an ihrer Länge zu sparen.
Unser 9-Tage-Verlauf nutzt drei unterschiedliche Phasen der Höhenanpassung.
Phase 1 – langsam auf das Shira-Plateau
Mti Mkubwa, Shira 1 und Shira 2 verteilen den Einstieg auf drei Bergtage. Der Körper erreicht die Höhe nicht bereits am ersten Tag mit dem Fahrzeug, sondern erarbeitet sie Schritt für Schritt.
Phase 2 – hoch steigen und wieder tiefer schlafen
Von Shira 2 führt der Weg zum Lava Tower auf ungefähr 4.630 Metern. Übernachtet wird anschließend tiefer an der Moir Hut. In den folgenden Tagen sinkt die Schlafhöhe über Buffalo Camp bis Third Cave noch einmal leicht ab.
Phase 3 – vorbereiteter Aufstieg zur School Hut
Erst nach mehreren Tagen um 4.000 Meter folgt der Aufstieg zur School Hut. Von dort beginnt die Gipfelnacht über Gilman’s Point zum Uhuru Peak.
Gruppentermine
Hier findest du die aktuell veröffentlichten Termine. Den für deine Buchung geltenden Reisepreis erhältst du mit deinem individuellen Angebot.
Durchführung garantiert: Jeder hier veröffentlichte Termin findet nach der ersten Buchung statt, auch mit nur einer reisenden Person.
Private Campingtoilette inklusive: Sie ist unabhängig von der Teilnehmerzahl im Reisepreis enthalten. Eine private Campingtoilette wird für jeweils bis zu 3 Reisende gestellt. Ab 4 Teilnehmenden kommt automatisch eine weitere hinzu.
2026
Fr., 25.09. – Mo., 05.10.
9 Tage · Bergstart: 26. September 2026
Auf Anfrage pro Person
Termin anfragenSo., 25.10. – Mi., 04.11.
9 Tage · Bergstart: 26. Oktober 2026
Auf Anfrage pro Person
Termin anfragen2027
Fr., 15.01. – Di., 26.01.
9 Tage · Bergstart: 16. Januar 2027
Auf Anfrage pro Person
Termin anfragenMi., 24.02. – Sa., 06.03.
9 Tage · Bergstart: 25. Februar 2027
Auf Anfrage pro Person
Termin anfragenFr., 30.07. – Mo., 09.08.
9 Tage · Bergstart: 31. Juli 2027
Auf Anfrage pro Person
Termin anfragenSa., 25.09. – Di., 05.10.
9 Tage · Bergstart: 26. September 2027
Auf Anfrage pro Person
Termin anfragenKein passender Gruppentermin dabei? Nenne uns deinen Reisezeitraum. Wir prüfen passende Gruppentermine oder erstellen dir ein Angebot für eine private Besteigung über den Northern Circuit.
Eigenen Zeitraum anfragenHöhenprofil: Lava Tower, Moir Hut und Third Cave
Viele längere Routen gewinnen einfach über mehr Tage verteilt an Höhe. Beim Northern Circuit kommt ein zusätzlicher Vorteil hinzu: Nach dem höchsten Punkt am Lava Tower fällt die Schlafhöhe wieder deutlich ab.
Nach den Nächten in Shira 1 und Shira 2 steigst du am vierten Tag auf ungefähr 4.630 Meter. Übernachtet wird anschließend an der Moir Hut auf rund 4.200 Metern.
Die Nordseite führt danach nicht sofort weiter hinauf. Buffalo Camp liegt ungefähr auf 4.020 Metern, Third Cave noch einmal etwas niedriger bei rund 3.900 Metern. Dein Körper verbringt damit mehrere Tage in großer Höhe, ohne dass jede neue Nacht automatisch höher liegt.
Erst am siebten Tag folgt der deutliche Anstieg zur School Hut auf ungefähr 4.750 bis 4.800 Metern. Zu diesem Zeitpunkt hast du bereits mehrere Nächte oberhalb von 3.800 Metern verbracht.
Das garantiert keinen Gipfelerfolg und schützt nicht vollständig vor Höhenkrankheit. Es schafft aber ein nachvollziehbares Höhenprofil, das nicht unnötig komprimiert wird.


Reiseverlauf der Northern Circuit Route mit 9 Tagen
Der folgende Ablauf zeigt unseren 9-Tage-Verlauf. Höhen und Gehzeiten dienen als Orientierung. Wetter, Wegverhältnisse, Pausen und das Tempo der Gruppe können den tatsächlichen Tagesablauf beeinflussen.
| Tag | Etappe | Schlafhöhe | Gehzeit |
|---|---|---|---|
| Tag 1 | Londorossi Gate – Mti Mkubwa Camp | ca. 2.780 m | ca. 3–4 Std. |
| Tag 2 | Mti Mkubwa Camp – Shira 1 Camp | ca. 3.500 m | ca. 5–6 Std. |
| Tag 3 | Shira 1 Camp – Shira 2 Camp | ca. 3.850 m | ca. 3–4 Std. |
| Tag 4 | Shira 2 Camp – Lava Tower – Moir Hut Höher steigen und tiefer schlafen | ca. 4.200 m | ca. 6–7 Std. |
| Tag 5 | Moir Hut – Buffalo Camp | ca. 4.020 m | ca. 5–6 Std. |
| Tag 6 | Buffalo Camp – Third Cave | ca. 3.900 m | ca. 4–5 Std. |
| Tag 7 | Third Cave – School Hut | ca. 4.750–4.800 m | ca. 4–5 Std. |
| Tag 8 | School Hut – Gilman’s Point – Uhuru Peak – Mweka Camp Gipfel: Uhuru Peak auf 5.895 m | ca. 3.100 m | ca. 11–14 Std. |
| Tag 9 | Mweka Camp – Mweka Gate | Rückkehr nach Moshi | ca. 3–4 Std. |
Die Schlafhöhen beziehen sich auf das jeweilige Camp am Ende der Etappe. Am vierten Tag erreichst du am Lava Tower den höchsten Punkt der Tagesetappe und schläfst anschließend tiefer an der Moir Hut. Der Gipfelaufstieg beginnt an der School Hut und führt über Gilman’s Point zum Uhuru Peak. Der Abstieg erfolgt über Barafu und Mweka.
Ausführlicher Reiseverlauf
Ankunft in Moshi – Briefing und Ausrüstungskontrolle
Nach deiner Ankunft am Kilimanjaro International Airport wirst du abgeholt und zu deinem Hotel in Moshi gebracht. Dort kannst du dich vom Flug erholen und deine Ausrüstung in Ruhe sortieren.
Vor der Besteigung besprichst du gemeinsam mit deinem Guide die Route, die längeren Etappen auf der Nordseite, den Umgang mit der Höhe und den Ablauf der Gipfelnacht. Anschließend wird deine Ausrüstung kontrolliert. Fehlende oder ungeeignete Teile können nach vorheriger Absprache vor Ort ausgeliehen werden.
Auf dem Northern Circuit ist eine mobile Toilette bereits im Reisepreis enthalten. Gerade auf den abgelegenen Camps der Nordseite gehört sie für uns zum festen Ablauf.
Übernachtung: Hotel in Moshi
Verpflegung: Frühstück
Tag 1 – Vom Londorossi Gate zum Mti Mkubwa Camp
Die Fahrt führt von Moshi zur westlichen Seite des Kilimandscharo. Am Londorossi Gate werden die Formalitäten erledigt, das Gepäck gewogen und die Bergcrew registriert.
Anschließend beginnt der Aufstieg durch dichten Bergregenwald. Moose, Farne und hohe Bäume prägen den ersten Tag. Nach Regen können einzelne Passagen rutschig sein. Mit etwas Glück lassen sich Colobus-Affen oder andere Waldbewohner beobachten.
Das Mti Mkubwa Camp liegt am oberen Rand des geschlossenen Waldes. Die erste Etappe ist bewusst überschaubar und gibt dir Zeit, in den Rhythmus der kommenden Tage zu finden.
Start: Londorossi Gate, etwa 2.250 Meter
Ziel: Mti Mkubwa Camp, etwa 2.780 Meter
Distanz: ungefähr 6 Kilometer
Gehzeit: ungefähr 3–4 Stunden
Vegetationszone: Bergregenwald
Tag 2 – Vom Bergregenwald zum Shira 1 Camp
Oberhalb von Mti Mkubwa wird der Wald zunehmend lichter. Der Weg führt durch Heide- und Moorlandschaft weiter hinauf auf das Shira-Plateau.
Die Vegetation öffnet sich, und bei klarer Sicht erscheint der Kibo erstmals als beherrschender Teil der Landschaft. Der Höhengewinn ist heute deutlich größer als am ersten Tag. Deshalb bleibt das Tempo gleichmäßig und bewusst langsam.
Das Shira 1 Camp liegt auf der westlichen Seite des Plateaus. Die offene Lage bietet häufig einen weiten Blick über die Landschaft unterhalb des Kilimandscharo.
Start: Mti Mkubwa Camp, etwa 2.780 Meter
Ziel: Shira 1 Camp, etwa 3.500 Meter
Distanz: ungefähr 8 Kilometer
Gehzeit: ungefähr 5–6 Stunden
Vegetationszone: Moor- und Heidelandschaft
Tag 3 – Über das Shira-Plateau zum Shira 2 Camp
Der dritte Tag ist kürzer und bewusst ruhiger aufgebaut. Statt möglichst schnell weiterzusteigen, wanderst du über das weite Shira-Plateau zum Shira 2 Camp.
Der Höhengewinn bleibt moderat. Je nach Wetter, Befinden und Tagesablauf kann am Nachmittag noch eine kurze zusätzliche Akklimatisierungswanderung unternommen werden.
Die frühe Ankunft gibt dir Zeit zum Essen, Trinken und Erholen. Gleichzeitig verbringst du eine weitere Nacht in zunehmender Höhe, bevor am folgenden Tag der erste große Höhenreiz wartet.
Start: Shira 1 Camp, etwa 3.500 Meter
Ziel: Shira 2 Camp, etwa 3.850 Meter
Distanz: ungefähr 7 Kilometer
Gehzeit: ungefähr 3–4 Stunden
Vegetationszone: Moorland und beginnende alpine Wüste
Tag 4 – Über den Lava Tower zur Moir Hut
Von Shira 2 führt der Weg in die karge Hochgebirgslandschaft hinauf zum Lava Tower auf ungefähr 4.630 Meter. Dort verbringst du Zeit in deutlich größerer Höhe, bevor die Route wieder abfällt.
Statt wie Lemosho oder Machame in Richtung Barranco weiterzugehen, zweigt der Northern Circuit zur abgelegenen Moir Hut ab. Am Ende des Tages schläfst du mehrere hundert Meter unterhalb des höchsten Tagespunktes.
Start: Shira 2 Camp, etwa 3.850 Meter
Höchster Punkt: Lava Tower, etwa 4.630 Meter
Ziel: Moir Hut, etwa 4.200 Meter
Distanz: ungefähr 10 Kilometer
Gehzeit: ungefähr 6–7 Stunden
Prinzip: höher steigen, tiefer schlafen
Tag 5 – Von der Moir Hut zum Buffalo Camp
Hinter der Moir Hut verändert sich die Route grundlegend. Die bekannten Wege der Südseite bleiben zurück, und du wanderst auf die deutlich ruhigere Nordflanke des Kilimandscharo.
Das Gelände steigt und fällt mehrfach. Dadurch kommt trotz ähnlicher Schlafhöhe eine längere Tagesdistanz zusammen. Bei klarer Sicht reichen die Blicke weit in Richtung Kenia.
Das Buffalo Camp liegt in einer offenen und häufig windigen Landschaft. Der Kibo wird nun aus einem Blickwinkel sichtbar, den Reisende auf Machame oder Marangu nicht erleben.
Start: Moir Hut, etwa 4.200 Meter
Ziel: Buffalo Camp, etwa 4.020 Meter
Distanz: ungefähr 12 Kilometer
Gehzeit: ungefähr 5–6 Stunden
Vegetationszone: alpine Wüste
Charakter: lange Querung mit wiederholten An- und Abstiegen
Tag 6 – Durch die Nordflanke zum Third Cave Camp
Der Weg setzt die Umrundung des Kibo fort. Die Landschaft bleibt weit, trocken und nahezu vegetationslos.
Auch heute folgt die Route keinem stetigen Anstieg. Kleine Gegenanstiege und längere Querungen sorgen dafür, dass der Tag trotz des leichten Verlusts an Schlafhöhe nicht wie eine einfache Abstiegswanderung wirkt.
Am Third Cave Camp bleibt Zeit, sich zu erholen und den nächsten großen Höhenwechsel vorzubereiten. Die letzte Gipfelstation liegt am folgenden Tag fast 900 Meter höher.
Start: Buffalo Camp, etwa 4.020 Meter
Ziel: Third Cave Camp, etwa 3.900 Meter
Distanz: ungefähr 10 Kilometer
Gehzeit: ungefähr 4–5 Stunden
Vegetationszone: alpine Wüste
Tag 7 – Vom Third Cave Camp zur School Hut
Von Third Cave führt der Weg nun wieder deutlich hinauf. Du verlässt die nördliche Querung und näherst dich dem Kibo von Osten.
Die School Hut liegt hoch und karg unterhalb des Gipfelmassivs. Nach der Ankunft werden Stirnlampe, warme Kleidung, Handschuhe, Getränke und Tagesrucksack für die Nacht vorbereitet.
Nach einem frühen Abendessen bleiben nur wenige Stunden zum Ruhen. Der Gipfelaufstieg beginnt noch vor Mitternacht.
Start: Third Cave Camp, etwa 3.900 Meter
Ziel: School Hut, etwa 4.750 bis 4.800 Meter
Distanz: ungefähr 6 Kilometer
Gehzeit: ungefähr 4–5 Stunden
Vegetationszone: alpine Wüste und Hochgebirge
Tag 8 – Über Gilman’s Point zum Uhuru Peak und hinunter nach Mweka
Noch vor Mitternacht beginnt der langsamste und anstrengendste Abschnitt der Reise. Im Licht der Stirnlampen führt der Weg über Geröll und lange Serpentinen hinauf zum Kraterrand.
Am Gilman’s Point erreichst du den Rand des Kibo-Kraters. Der höchste Punkt des Berges liegt jedoch noch vor dir. Entlang des Kraterrandes führt die Route weiter zum Uhuru Peak auf 5.895 Meter.
Nach dem Gipfel beginnt ein sehr langer Abstieg. Zunächst geht es in Richtung Barafu. Nach einer Pause und dem Zusammenpacken steigst du weiter bis zum Mweka Camp ab.
Innerhalb eines Tages verlierst du fast 2.800 Höhenmeter. Die größere Sauerstoffmenge ist deutlich spürbar, doch Beine und Konzentration bleiben bis zur Ankunft im Camp gefordert.
Start: School Hut, etwa 4.750 bis 4.800 Meter
Kraterrand: Gilman’s Point, etwa 5.685 Meter
Höchster Punkt: Uhuru Peak, 5.895 Meter
Ziel: Mweka Camp, etwa 3.100 Meter
Distanz: ungefähr 18 Kilometer
Gesamtdauer: ungefähr 11–14 Stunden
Tag 9 – Durch den Regenwald zum Mweka Gate
Der letzte Bergtag führt aus der Moorlandschaft zurück in den feuchten Regenwald. Nach vielen Tagen in karger Höhe wirken Vegetation, Wärme und Geräusche beinahe ungewohnt.
Am Mweka Gate endet die Besteigung offiziell. Nach der Abmeldung wirst du zurück zu deinem Hotel in Moshi gebracht. Dort findet die gemeinsame Gipfelfeier mit dem Bergteam statt. Auch die freiwillige Trinkgeldübergabe erfolgt nach der Rückkehr im Hotel. Anschließend verabschiedet sich die Crew.
Start: Mweka Camp, etwa 3.100 Meter
Ziel: Mweka Gate, etwa 1.640 Meter
Distanz: ungefähr 10 Kilometer
Gehzeit: ungefähr 3–4 Stunden
Übernachtung: Hotel in Moshi
Abreise oder Anschlussreise
Je nach Flugzeit wirst du zum Kilimanjaro International Airport gebracht. Alternativ beginnt deine Safari, ein Aufenthalt auf Sansibar oder ein weiteres Reiseprogramm in Tansania.
Bei einem späten Rückflug können ein Late Check-out oder ein Tageszimmer gegen Aufpreis organisiert werden.
Was dich auf neun Tagen am Northern Circuit erwartet
Das Höhenprofil ist günstiger aufgebaut als auf kürzeren Routen. Trotzdem legst du über neun Tage viele Kilometer zurück und verbringst deutlich mehr Zeit im Bergklima.
Die Nordseite ist ruhig, aber nicht bequem
Weniger Gruppen bedeuten mehr Ruhe. Gleichzeitig sind die Camps abgelegener, Wind und Kälte deutlicher spürbar und die Wege zwischen den Camps teilweise lang.
Camping wird zum festen Tagesrhythmus
Nach mehreren Tagen entsteht ein eigener Ablauf aus Wandern, Essen, Gesundheitscheck, Ausrüstung und Schlaf. Wer gern draußen ist, erlebt genau darin einen großen Teil des Reizes.
Tägliche Gesundheits- und Höhenchecks
Die Guides beobachten Tempo, Befinden und mögliche Höhensymptome. Regelmäßige Checks, Pulsoximeter, Notfallsauerstoff und Rettungsausrüstung gehören zum Sicherheitskonzept.
Was bei deiner Northern-Circuit-Besteigung bereits organisiert ist
Vor und nach der Besteigung
- Abholung am Kilimanjaro International Airport
- Transfers zum Hotel und zum Londorossi Gate
- Hotelübernachtungen gemäß Reiseverlauf
- persönliches Briefing mit dem Guide
- Ausrüstungskontrolle vor dem Start
- Organisation fehlender Mietausrüstung
- Rücktransfer vom Mweka Gate
- deutschsprachige Erreichbarkeit über WhatsApp oder Signal
- Reisepreisabsicherung durch Sicherungsschein
Während der Besteigung
- sämtliche Nationalpark- und Campinggebühren
- Rescue Fee des Kilimanjaro National Parks
- professioneller englischsprachiger Hauptguide
- erforderliche Assistant Guides
- Koch und Porter-Team
- Mahlzeiten während des Trekkings
- gefiltertes Trinkwasser
- hochwertige Bergzelte und Matratzen
- Tische und Stühle im Camp
- regelmäßige Gesundheits- und Höhenchecks
- Notfallsauerstoff und Rettungsausrüstung
- 24/7 Ground Support in Moshi
- AMREF Flying Doctors gemäß Reiseangebot
- maximal 20 Kilogramm Tragegewicht pro Porter
- mobile Toilette
Nicht automatisch enthalten
- internationale Flüge
- Visum für Tansania
- Trinkgelder für das Bergteam
- persönliche Trekkingausrüstung
- Getränke und persönliche Ausgaben im Hotel
- zusätzliche Hotelnächte
- Safari oder Sansibar
- individuelle Mietausrüstung
- medizinische Behandlungskosten
Northern Circuit bietet mehr Zeit – andere Routen setzen andere Schwerpunkte
Lemosho Route
Gleicher Beginn über Regenwald und Shira-Plateau, danach jedoch über Lava Tower, Barranco und die Südseite. Passend, wenn du landschaftliche Vielfalt suchst, aber nur sieben oder acht Tage am Berg verbringen möchtest.
Rongai Route
Ebenfalls ruhiger und auf der Nordseite gelegen, aber deutlich kürzer. Eine Alternative, wenn du sechs oder sieben Tage einplanen kannst und auf das Shira-Plateau verzichten möchtest.
Machame Route
Sportlicher, stärker frequentiert und mit Barranco Wall. Geeignet, wenn du einen abwechslungsreichen Verlauf suchst und weniger Reisetage zur Verfügung hast.
Gut vorbereitet auf den Northern Circuit
Training
Die Route ist technisch überwiegend unkompliziert. Neun Tage Bewegung, lange Querungen und die Gipfelnacht verlangen jedoch eine belastbare Grundausdauer.
Ausrüstung
Auf der abgelegenen Nordseite können Wind und Kälte besonders deutlich spürbar werden. Ein gutes Schichtsystem, vollständige Regenbekleidung und ein warmer Schlafsack sind unverzichtbar.
Akklimatisierung
Das günstige Höhenprofil ersetzt nicht die Beobachtung möglicher Symptome. Offene Kommunikation mit dem Guide und ein bewusst langsames Tempo bleiben entscheidend.
Häufige Fragen zur Northern Circuit Route
Ist der Northern Circuit die beste Route zur Akklimatisierung?
Der 9-Tage-Verlauf bietet sehr gute Voraussetzungen. Entscheidend sind die langsame Anfangsphase, der Aufstieg zum Lava Tower mit tieferer Übernachtung und die mehreren Tage um etwa 4.000 Meter. Eine Garantie für den Gipfel gibt es trotzdem nicht.
Ist die Northern Circuit Route wirklich ruhig?
Während der ersten Tage teilst du den Weg mit der Lemosho Route. Ab der Moir Hut wird es meist deutlich ruhiger. Am Gipfel und beim Abstieg triffst du wieder auf Reisende anderer Routen.
Ist die Route technisch schwierig?
Technische Klettererfahrung ist nicht erforderlich. Die Herausforderung liegt in der Höhe, der Länge der Reise, den Tagesdistanzen und der Gipfelnacht.
Gibt es auf dem Northern Circuit die Barranco Wall?
Nein. Nach dem Lava Tower führt die Route zur Moir Hut und auf die Nordseite. Sie erreicht den Gipfel später über School Hut und Gilman’s Point.
Was ist der Unterschied zur Lemosho Route?
Beide Routen beginnen über Londorossi, Mti Mkubwa und das Shira-Plateau. Lemosho führt anschließend nach Süden zu Barranco. Der Northern Circuit zweigt zur Moir Hut ab und umrundet den Kibo über die Nordseite.
Kann die Route auch in acht Tagen durchgeführt werden?
Kürzere Programme sind grundsätzlich möglich, müssen aber Etappen zusammenlegen oder den langsamen Aufbau verkürzen. Wir empfehlen den vollständigen 9-Tage-Verlauf.
Schlafe ich auf der Route im Zelt?
Ja. Während der Besteigung wird in Zeltcamps übernachtet. Standardmäßig teilen sich zwei Reisende ein geräumiges Drei-Personen-Zelt.
Ist der Northern Circuit für Anfänger geeignet?
Technische Bergerfahrung ist nicht erforderlich. Eine gute Kondition, Erfahrung mit längeren Wanderungen und die Bereitschaft zu neun Tagen Camping sind jedoch wichtig.
Kann ich den Northern Circuit allein buchen?
Ja. Eine private Durchführung ist bereits ab einer Person möglich. Alternativ prüfen wir einen Anschluss an einen bestehenden Gruppentermin.
Wie viele Reisetage brauche ich insgesamt?
Für neun Tage am Berg solltest du mindestens elf Kalendertage einplanen: Ankunft und Hotelnacht, neun Tage Besteigung sowie Abreise oder Beginn des Anschlussprogramms. Ein zusätzlicher Puffertag kann sinnvoll sein.
Kann ich anschließend eine Safari machen?
Ja. Nach der Rückkehr nach Moshi kann die Reise beispielsweise mit Tarangire, Ngorongoro und Serengeti oder mit einem Aufenthalt auf Sansibar fortgesetzt werden.
Northern Circuit Route unverbindlich anfragen
Schick uns deinen ungefähren Reisezeitraum, die Anzahl der Reisenden und alles, was dir bei der Besteigung wichtig ist.
Wir prüfen, ob der 9-Tage-Verlauf zu deinen Voraussetzungen und deiner Reiseplanung passt, und melden uns persönlich mit einer Einschätzung zu Termin, Durchführung und Preis.
