Lemosho Route
Die 8-Tage-Variante verteilt den Aufstieg ausgewogen und nutzt den Lava Tower als hohe Tagesetappe vor der tieferen Nacht im Barranco Camp.
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Nicht nur der Gipfel auf 5.895 Metern macht den Kilimandscharo anspruchsvoll. Entscheidend ist, wie schnell eine Route an Höhe gewinnt, welche Tageshöhe erreicht wird und auf welcher Höhe du anschließend schläfst.
Beim Vergleich der Kilimandscharo-Routen lohnt sich ein genauer Blick auf drei Werte: die Höhe am Start des Tages, den höchsten erreichten Punkt und die anschließende Schlafhöhe. Gerade Etappen mit einem Zwischenanstieg und tieferem Camp können dem Körper mehr Anpassungszeit geben.
Ein gleichmäßiger Verlauf ist meist angenehmer als wenige, sehr große Höhensprünge. Trotzdem lässt sich eine Route nicht allein anhand einer Kurve beurteilen. Dauer, Tagesdistanzen, Gelände und persönliche Reaktion auf die Höhe gehören immer dazu.

Die folgende Übersicht zeigt den typischen Verlauf unserer empfohlenen achttägigen Lemosho Route. Besonders deutlich wird am Lava Tower der Unterschied zwischen Tageshöhe und Schlafhöhe.
| Tag | Etappe | Tageshöhe | Schlafhöhe | Einordnung |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Londorossi Gate – Mti Mkubwa | ca. 2.100–2.780 m | ca. 2.780 m | Erster Aufstieg durch den Bergwald |
| 2 | Mti Mkubwa – Shira 1 | bis ca. 3.500 m | ca. 3.500 m | Spürbarer Höhengewinn auf das Shira-Plateau |
| 3 | Shira 1 – Shira 2 | bis ca. 3.850 m | ca. 3.850 m | Moderater Tag auf der Hochebene |
| 4 | Shira 2 – Lava Tower – Barranco | bis ca. 4.600 m | ca. 3.950 m | Höher steigen und tiefer schlafen |
| 5 | Barranco – Karanga | bis ca. 4.200 m | ca. 4.050 m | Barranco Wall und kurzer Höhengewinn |
| 6 | Karanga – Barafu | bis ca. 4.640 m | ca. 4.640 m | Vorbereitung auf die Gipfelnacht |
| 7 | Barafu – Uhuru Peak – Mweka | bis 5.895 m | ca. 3.100 m | Großer Aufstieg und langer Abstieg |
| 8 | Mweka – Mweka Gate | Abstieg bis ca. 1.640 m | – | Letzter Abstieg durch den Bergwald |
Lemosho, Machame und Northern Circuit erreichen teilweise dieselben markanten Punkte, verteilen den Höhengewinn aber unterschiedlich. Die Routendauer ist deshalb mindestens so wichtig wie der Name der Route.
Die 8-Tage-Variante verteilt den Aufstieg ausgewogen und nutzt den Lava Tower als hohe Tagesetappe vor der tieferen Nacht im Barranco Camp.
Lemosho Route ansehenDie 7-Tage-Variante besitzt ein gutes Profil. In sechs Tagen fallen einzelne Etappen länger aus und die Anpassungszeit wird knapper.
Machame Route ansehenNeun Tage und die lange Traverse um die Nordseite schaffen viel Zeit in mittlerer und großer Höhe, bevor der Gipfelversuch beginnt.
Northern Circuit ansehen
Ein sinnvoll aufgebautes Höhenprofil gibt deinem Körper mehr Zeit, sich an den sinkenden Sauerstoffdruck anzupassen. Neben der Schlafhöhe spielen dabei auch das persönliche Tempo, die Routendauer und die Reaktion des eigenen Körpers eine Rolle.
Was während der Höhenanpassung passiert, wie lange sie dauert und welche Beschwerden auftreten können, erklären wir ausführlich auf unserer Seite zur Akklimatisierung am Kilimandscharo.
Wir schauen nicht nur auf den kürzesten Weg, sondern auf Routendauer, Tageshöhen, Schlafhöhen und deine bisherigen Erfahrungen. So entsteht eine Besteigung, die wirklich zu dir passt.